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Das Profi-Handbuch
zur Canon EOS 5D Mark II

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(kfl) Es war eine kleine Sensation, als Canon im September 2008 die EOS 5D Mark II ankündigte. Nicht nur wegen des 21,1 Megapixel Sensors, der an die Auflösung einer Mittelformat-Kamera herankommt, sondern vor allem wegen der Möglichkeit, echte HD-Videos zu produzieren, hat diese Kamera schon vor ihrem Debüt höchste Aufmerksamkeit hervorgerufen.

Inzwischen hat sich die Kamera im Alltag der Fotografen bestens bewährt. Als Canon schließlich auf dringenden Wunsch der Anwender auch noch die manuelle Einstellung der Videofunktion durch ein Firmware-Update nachgerüstete, war der Enthusiasmus der Fangemeinde kaum noch zu bremsen.

Streng genommen handelt es sich bei dieser DSLR nicht um ein Profi-Modell im Canon-Duktus. Denn dazu zählen eigentlich die 1er-Modellreihen, also 1D und 1 Ds. Trotzdem erfreut sich diese Vollformatchip-Kamera auch in professionellen Kreisen großer Beliebtheit. Es sollen jedoch an dieser Stelle nicht die Vorzüge der Kamera beschrieben werden. Dazu gibt es im Internet schon genügend Informationen.
 
Eine professionelle Kamera will auch professionell bedient werden, will man als Fotograf alle Möglichkeiten aus ihr herausholen. Dazu hat Stefan Gross von traumflieger.de im Data Becker-Verlag ein bemerkenswertes Buch herausgebracht: das „Profi-Handbuch zur Canon EOS 5D Mark II“. „Alles, was in der Bedienungsanleitung zu kurz kommt“ heißt es auf der Titelseite und man möchte ergänzen „… und noch einiges Wissenswerte mehr“. Das mitgelieferte Handbuch, oder sagen wir besser die Kurz-Bedienungsanleitung, ist für eine Kamera dieser Preisklasse eine Zumutung – nicht nur hinsichtlich der Verarbeitung. Damit gab es genügend Raum, ein Workbook zu schaffen, das nicht nur die Bedienung der Kamera erläutert, sondern mit vielen Tipps und Tricks zu einem praxisnahen Nachschlagewerk wurde.

Nach der grundsätzlichen Beschreibung der verbauten Technik erläutert der Autor die verschiedenen Belichtungs-Messmethoden bis hin zur Gestaltung von HDR- (high dynamic range) Aufnahmen. Dabei weist er richtigerweise an vielen Stellen auf die Vorteile des RAW-Formats hin und wie man damit hohe Lichtkontraste in den Griff bekommt. Die üppige, durchweg farbige Illustration des Buches, darf man als vorbildhaft bezeichnen. Textliche Erläuterungen werden im Bild illustriert. Inzwischen hat sich auch bei digitalen Spiegelreflex-Kameras die Live-View-Funktion durchgesetzt. Wie diese kreativ eingesetzt werden kann und zum Beispiel bei Nachtaufnahmen dem Sucherbild haushoch überlegen ist, erfährt der Leser an Praxisbeispielen. Leider kommt die Video-Funktion im Buch mit lediglich acht Seiten extrem kurz davon. Die meisten Tipps beziehen sich dabei auch noch auf ein Workaround der bei Drucklegung noch nicht vorhandenen manuellen Belichtungsregelung. Das hat sich also inzwischen erübrigt.
 

Trotz dieses Mankos ist das Buch sein Geld Wert und erleichtert dem Fotografen den kreativen Umgang mit seiner Kamera.
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