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Fotografie für Architekten |
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| (kfl) Die fotografische Darstellung des eigenen Werkes, ob im Internet, in der Bürobroschüre oder in der Presse, ist unverzichtbar für die Öffentlichkeitsarbeit und Vermarktung eines Architekten. Architektur lebt vom Raum, der Beziehung zwischen Innen und Außen und dem Zusammenspiel der Gestaltungselemente. Um diese Dreidimensionalität in einem Foto zu vermitteln, bedarf es einiger Überlegungen und Kenntnisse, bevor der Auslöser betätigt wird. | |||||
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Anspruch und Wirklichkeit in der Architekturfotografie | ||||
![]() Phaeno, Wolfsburg Zaha Hadid. Konzentration auf ein Fensterdetail |
Das Auge des Fotografen und seine Sichtweise bestimmen nicht nur Standpunkt, Blickwinkel und Perspektive. Die Entscheidung für einen Bildausschnitt wird geleitet vom bewussten Weglassen unwichtiger Details bzw. dem Fokussieren auf wesentliche Gestaltungselemente. Das Entscheidende bei der Architekturfotografie ist jedoch das Verständnis des Fotografen für die Gestaltungsabsicht des Architekten. So wie ein Portraitfotograf stets bemüht ist, die „Schokoladenseite“ des zu portraitierenden Menschen darzustellen, so sollte ein Architekturfotograf in der Lage sein, den Charakter eines Gebäudes herauszuarbeiten und damit den Geist des Ortes im Kopf des Betrachters wieder entstehen zu lassen. Die Aussage in der Fotografie hat sich dem Ausdruck der Architektur anzupassen. |
Aufgabenstellung und Verwendungszweck | |||
![]() Detail des Daches im Olympiastadion, München |
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Architektur und „genius loci“ |
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![]() Uptown Munich, Ingenhoven Overdiek. Bewusst eingesetzte Linienstruktur betonen die ungewöhnliche Perspektive des Gebäudes |
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Objektive und Brennweite | |||
![]() Weishaupt-Forum, Richard Meier. Verdichtende Darstellung mit Teleobjektiv (135 mm). |
Für weiter entfernt liegende Details oder Ausschnitte ist ein Objektiv mit längerer Brennweite im Telebereich erforderlich. Während Weitwinkelaufnahmen sehr dynamisch wirken und das Hauptmotiv im Vordergrund gegenüber dem Hintergrund betonen, strahlen Teleaufnahmen durch ihre perspektivische Verdichtung mehr Ruhe und Ordnung aus und gleichen die Größenverhältnisse innerhalb des Bildes einander an. Je nach beabsichtigter Bildaussage können Sie die Ausdehnung eines Gebäudes mit einer Weitwinkelperspektive betonen oder durch die Wahl eines Normal- bis Teleobjektives optisch verringern.
Teleaufnahmen weisen eine geringere Tiefenschärfe auf als Weitwinkelaufnahmen und erlauben dadurch die Isolierung eines Motivs aus der Umgebung. Dies kann zusätzlich durch die Wahl einer größeren Blende verstärkt und gestalterisch eingesetzt werden. Drücken Sie bei Spiegelreflexkameras die Abblendtaste, um die Tiefenschärfe schon im Sucher kontrollieren zu können. Flexibler in der Bildgestaltung und unkomplizierter in der Handhabung sind Zoomobjektive, die in den unterschiedlichsten Brennweitenbereichen angeboten werden. Konstruktionsbedingt sind Zoomobjektive jedoch lichtschwächer (d. h. ihre kleinste Blende ist größer als bei Festbrennweiten) und qualitativ fallen sie hinter Festbrennweiten zurück. Voraussetzung für Wechselobjektive ist der Einsatz einer Spiegelreflexkamera. Nur hier sieht man im Sucher genau das, was nachher auch aufs Bild kommt. |
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| Die Digitalfotografie hat das Fotografieren revolutioniert wie kaum eine andere Erfindung. Nicht nur, dass Digitalbilder ohne lästiges Entwickeln und Herstellen von Abzügen sofort verfügbar sind, die Bilder lassen sich am PC auch noch hervorragend bearbeiten. Nachdem mittlerweile auch digitale Spiegelreflexkameras erschwinglich sind, spricht nur noch wenig dagegen, sich langsam von der Analogwelt zu verabschieden.
Allerdings sollte man sich einiger Folgen dieser Entscheidung bewusst sein. Während das analoge Kleinbildformat einem Seitenverhältnis von 2:3 (24 x 36 mm) entspricht, arbeiten Digitalkameras i. d. R. im Format 4:3 (z. B. 3.072 x 2.304 Pixel entspr. ca. 7 Megapixel) und mit einem um ca. 1/3 kleineren Bildfeld (sprich Bildformat). Daraus resultieren zwei Konsequenzen: Ein Bildformat von 2:3 entspricht in grober Annäherung dem Goldenen Schnitt, ist harmonisch proportioniert und für das Auge angenehm. Im Gegensatz zum 4:3-Format, das wir auch von vielen Computermonitoren oder vom Fernsehen her kennen. Es wirkt einfach nur plump und wenig spannungsvoll. Die zweite Folge: Bedingt durch den kleineren Chip und die damit verbundene Brennweiten-Verlängerung bei der Verwendung von Kleinbildobjektiven gibt es ein Defizit an brauchbaren Weitwinkelobjektiven, die ja gerade für unsere Zwecke so wichtig sind. Speziell für digitale Spiegelreflexkameras konstruierte Objektive sind erst wenige auf dem Markt. Daher sollte man sich in der Architekturfotografie genau überlegen, welche effektiven Brennweiten benötigt werden und welcher Hersteller diese im Angebot hat. |
Digitalfotografie – Eine Entscheidung nicht ohne Folgen | ||||
| Digitale Kompaktkameras mit Zoomobjektiv (man spricht im höherwertigen Segment auch von sog. „Bridge-Kameras“) stellen oft eine sinnvolle Alternative zu Spiegelreflexkameras dar. Sie sind preisgünstiger, handlicher und wenn man darauf achtet, dass das Objektiv wenigstens bis 28 mm in den Weitwinkelbereich hineinreicht (analog zum Kleinbildformat) sind diese Kameras für den Amateurbereich eine gute Wahl. Es gibt für viele Modelle auch Weitwinkeladapter, die diesen Brennweitenbereich nochmals weiter erschließen. |
Digitale Kompaktkameras | ||||
| 1. Eine Auflösung von mindestens 6 Mio. Pixeln ermöglicht die Herstellung qualitativ exzellenter Abzüge im A4-Format oder hochwertiger A3-Vergrößerungen. Auch Ausschnitt-Vergrößerungen sind noch möglich. 2. Die Brennweite des Zoomobjektivs sollte bei 28 mm (KB-äquiv.) beginnen. 3. Je größer der optische Zoom, desto flexibler sind Sie in der Bildgestaltung. Mit einem 7fachen Zoombereich decken Sie alle wichtigen Aufgaben ab. 4. Das Objektiv sollte ein Filtergewinde haben, in das sich auch ein Weitwinkelvorsatz schrauben lässt. Mit Letzterem erreichen Sie beinahe 20 mm Brennweite. Lassen Sie sich unbedingt den WW-Vorsatz bei Ihrem Fotohändler an der Kamera vorführen und studieren Sie Testberichte im Internet. Entscheidend ist eine hohe Vergütung und Verzeichnungsfreiheit. 5. Eine große Hilfe zur Vermeidung stürzender Linien ist eine in den Sucher bzw. das Display einblendbare Gitternetzstruktur. Diese lässt sich bei manchen Modellen einblenden. 6. Zur Übertragung der Daten auf den PC ist ein Kartenlesegerät zu empfehlen. Das geht meist schneller als mit dem Direktanschluss der Kamera per USB-Kabel. 7. Für brauchbare Innenaufnahmen empfiehlt sich ein Systemblitzgerät mit Schwenkreflektor, so dass Sie auch indirekt blitzen können. |
Darauf sollten Sie achten | ||||
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